medicoreha-Physio wechselt zu Bundesligisten

Bei einem Profiverein in der Fußballbundesliga zu arbeiten – das ist der Traum vieler Physiotherapeuten. Der Kölner Florian Kroder (31) hat ihn sich verwirklicht.

Die Träume, die auf den Kunstrasenplätzen der Republik erwachsen, sind überall gleich: einmal Bundesliga spielen! Da ging es auch Florian Kroder nicht anders, der viele Jahre beim Pulheimer SC in der Kreisliga A und B gekickt hat. „Erst jetzt weiß ich, wie weit ich davon entfernt war“, sagt der 31-Jährige, der die Fußballschuhe inzwischen an den Nagel gehängt hat.

Seit Oktober betreut Florian Kroder die Nachwuchsspieler der U9 bis U15 von Bayer Leverkusen physiotherapeutisch. „Wir kümmern uns um Prellungen, tapen Sprunggelenke oder legen Salbenverbände an“, erklärt der Pulheimer. Schwerere Verletzungen, wie zum Beispiel Kreuzbandrisse, kämen bei den jüngeren Spielern noch sehr selten vor. Der harte Konkurrenzkampf geht erst ab der B- oder A-Jugend los.

Viermal in der Woche haben die Kids bereits Training im Nachwuchsleistungszentrum am „Kurtekotten“. Neben Florian Kroder kümmern sich ein weiterer Physio und ein Athletiktrainer um die Bundesligastars der Zukunft; auch ein Arzt ist ständig vor Ort.

Fünf Jahre lang hatte der 31-jährige zuvor als Physiotherapeut beim Gesundheitsdienstleister medicoreha gearbeitet, in Köln-Lindenthal, nur wenige Schritte vom St.-Elisabeth-Krankenhaus entfernt, wo er 1987 zur Welt gekommen ist. Bei medicoreha war Florian für die Behandlung von Patienten in der orthopädischen Reha zuständig und hat dort das Handwerkszeug gelernt, das ihn nun zu einem Spitzentherapeuten gemacht hat. „Außerdem habe ich mich um Privatpatienten im Heilmittelbereich gekümmert oder den Trainingsbereich betreut“, erklärt er. 

Das Interesse an der Physiotherapie hat ihn früh gepackt. Bereits in der zehnten Klasse war der Hintergedanke da. Nach dem Abi auf einer italienischen Gesamtschule (bilingual, Italienisch im Leistungskurs) hat Florian Kroder dann aber ein BWL/VWL Studium an der Uni Köln begonnen. Nach drei Semestern war Schluss. „Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, den ganzen Tag im Büro zu sitzen“, erklärt Florian, der eigentlich Fan des Bayer-Lokalrivalen 1. FC Köln ist. Also ließ er sich zum Physiotherapeuten ausbilden und wechselte vor fünf Jahren zur medicoreha an die Werthmannstraße.

Bei medicoreha konnte Florian bereits Bundesliga-Luft schnuppern, in der Tennisbetreuung beim KTHC Stadion Rot-Weiß. Doch in seinem Herzen sei er Fußballer. Dass er es nun zu Bayer geschafft hat, ist auch einem ehemaligen Freund aus der Ausbildung zu verdanken, der ihn empfohlen hat. Doch natürlich auch seiner hervorragenden Ausbildung. Während seiner Zeit bei medicoreha hat Florian zahlreiche Fortbildungen besucht. Er kennt sich aus mit den Spezialdisziplinen Krankengymnastik am Gerät (KGG) und Manueller Therapie (MT) – in Kürze soll die Fortbildung zum Sportphysiotherapeuten dazukommen.

medicoreha-Chef Dieter Welsink freut sich, dass Florian Kroder den Sprung in die Bundesliga geschafft hat. „Das Handwerkszeug hat Florian in jedem Fall, das hat er bereits bei medicoreha bewiesen.“ Auch die Ambitionen für einen beruflichen Aufstieg hat der 31-Jährige. Ob er als Physio in den Profikader wechseln würde, wenn er gefragt würde? Florian lächelt nur vielsagend. (jkr-)

 

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