Die Profigolferin Anna Scott leidet seit Jahren an Problemen mit der Hüfte. Im September 2016 musste die Engländerin operiert werden. Als Folge eines Hüft-Impingements wurden knöcherne Strukturen arthroskopisch entfernt um optimale Bewegungsabläufe zu gewährleisten. Auf der Suche nach einem Physiotherapeuten-Team kam Anna zum “MedGolf Institut” auf der Golfanlage Hummelbachaue in Neuss. In einem Blog erzählt Anna Scott von ihrem Weg.

Ich habe es geschafft!  Ich bin eine der Top-30-Spielerinnen, die sich eine Tourkarte für die Saison 2017 erspielt haben. Beim Quali-Turnier in China bin ich auf dem 11. Platz (70,73,72) gelandet. Doch von vorne …

Bevor ich mich auf den Weg nach China machte, versuchte ich mir einzureden, dass ich keine Erwartungen an das Turnier hätte. Dies entsprach nicht der Wahrheit, denn ich wollte sehr wohl gut spielen und erwartete auch ein entsprechendes Ergebnis.

Von Düsseldorf aus sollte meine Reise beginnen. Zunächst allerdings nur nach Amsterdam und von dort aus dann über Hangzhou weiter nach Haikou. In Haikou angekommen wartete immer noch eine 2,5 Stunden Busreise auf mich. Der ganze Trip – von Haustür zu Haustür – sollte ganze 28 Stunden dauern. Ich bin so glücklich gewesen, als ich endlich das Hotel erreicht hatte, auch wenn dort niemand Englisch oder Deutsch sprechen konnte.

Das Turnier fand auf dem “The Dunes West Course” auf der Shenzhou-Halbinsel statt. Der Platz ist wunderschön und sehr beeindruckend. Viele Löcher liegen direkt am Südchinesischen Meer. Zusammenfassend ist alles rechts vom Fairway oder rechts vom Grün out of bounds und alles links davon in einem Bunker oder einer Waste-Area. Auf diesem Platz ein Fairway zu verfehlen, ermöglicht wenig Spielraum. Im Wesentlichen hat man nur die Möglichkeit wieder auf das Fairway zurückzuspielen, um dann weiter angreifen zu können. Um die Grüns sieht es besser aus. Dort hat man einige Optionen – auch wenn der Ball mal wenige Meter über das Ziel hinausgeschossen ist.

Die äußeren Bedingungen waren mit einem heißen, aber auch sehr schwülen Wetter durchaus positiv. Jeden Tag erwarteten mich 28-31 Grad, aber insbesondere die 85 Prozent Luftfeuchtigkeit führten dazu, dass es sich noch heißer anfühlte. Ich wusste, dass ich bei diesem Wetter aufpassen muss, aber dank der sechs Jahre, die ich in Atlanta gelebt habe, wusste ich damit umzugehen.

Ich plante vier Tage ein, um den Platz genauer zu betrachten und zu analysieren. Wichtig sollten die Grüns sein. Ich ahnte, dass sie einen entscheidenden Faktor darstellen würden. In China muss man auf einen lokalen Caddy zurückgreifen. Die meisten Caddies sind Frauen, die immer besonders von meiner Größe fasziniert waren. Die Verständigung war schwierig. Da ich kein Chinesisch spreche (außer vielleicht “Hallo” und “Danke”), hatte ich gehofft, dass auf Chinas Nummer 1-Ressort zumindest Englisch gesprochen, bzw. verstanden wird.

Selbst das Buchen einer Tee-Zeit oder die Frage nach dem Shuttle-Service zur Driving Range stellte sich bereits als eine großer Herausforderung dar. Selbst sehr allgemeine Golfbegriffe wie “Tee Time”, “Driving Range”, “Putting Green”, “1st Tee” oder “Toilet” waren niemandem ein Begriff. Dank einer Übersetzungs-App auf meinem Handy versuchte ich mich zurechtzufinden. Aber selbst das war alles nicht so einfach. Google Chrome funktionierte nicht, da Google in China geblockt ist. Genau wie auch der Google Übersetzer, Google Maps, Google Mail, Facebook, Instagram und Twitter. Ich bemerkte, dass ich einige dieser Dienste durchaus für allgemeine Anforderungen nutze.

Das Essen im Resort war verhältnismäßig teuer und nicht besonders überzeugend. Wenn ich sage, dass es mich nicht überzeugt, dann meine ich, dass es wirklich schrecklich war. Täglich 30 Euro für ein Buffet zu bezahlen – das bin nicht ich. Glücklicherweise erzählten mir einige andere Spielerinnen von einer Nudelbar in der Nähe. Jeden Abend gab es von nun an traditionelle chinesische Küche für etwa 4 Euro – und dank meiner chinesischen Mitspielerinnen erfuhr ich auch, was auf meinem Teller landete. Ich erfuhr auch, dass wir in einer sehr ländlichen Gegend waren und dass das der Grund war, warum niemand Englisch sprechen konnte. Das ärgerte mich kaum – die Nudelbar war super und ich somit zufrieden.

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